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Spielbericht aus der Main-Post von Rudi Dümpert

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BC bleibt auf Tuchfühlung

Bad Königshöfer Badminton-Cracks schlagen den Dritten und bleiben dran am Ersten

BC Bad Königshofen – TG 1877 Veitshöchheim II 5:3

Nach der Schlappe gegen den Tabellenführer BC Aschaffenburg hat sich der BC Bad Königshofen in der Bezirksoberliga Unterfranken kurz geschüttelt, einen Tag später in Unterdürrbach gewonnen und nun auch mit dem gleichen hauchdünnen Ergebnis (5:3) den bis dahin punktgleichen TG Veitshöchheim II besiegt. Damit konnte man nicht nur die Spannung um die Meisterschaft aufrecht erhalten, sondern setzte sich im oberen Teil der Zwei-Klassen-Gesellschaft dieser BOL, im Führungstrio, gegen den Dritten durch und blieb auch dem Ersten bei Punktgleichheit auf den Fersen.

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Anders als gegen Aschaffenburg, als man wegen Anton Sarwanidis Verletzung gezwungenermaßen Punkte kampflos abgeben musste, entschied man sich diesmal dazu, es aus taktischen Gründen gezwungen und freiwillig zugleich zu tun. Denn schon beim Aufwärmen musste Sarwanidi passen,  blieb aber auf 1 gesetzt und so musste man die Punkte aus dem Anfangs-Herren-1-Doppel und später auch sein Herren-1-Einzel ohne Spiel abgeben. Eine gewagte Konstruktion. Wenig besser erging es der Veitshöchheimerin Anja Blank, die nur das Damen-Doppel bestritt, sich hier verletzte und zum Einzel nicht mehr antreten konnte.

Als dann Nils Fischer und Frank Helmerich das Zweier-Doppel gegen Andreas Schubert/Michael Schneider nach einem von allen Vieren hervorragend geführten Spiel denkbar unglücklich im Entscheidungssatz mit 21:23 abgeben mussten, lag man schon mit 0:2 hinten. Den Anschlusspunkt schafften Josepha Hart/Irene Neumann mit einem klaren Sieg gegen Blank/Gößwein. Doch durch den Sarwanidi-Verlustpunkt stand es jetzt 1:3, aber auch 2:3 durch den kampflosen Damen-Punkt. Zeitgleich spielten nun nebeneinander auf den Courts das zweite Herren-Einzel und das Mixed, zwei hoch spannende und sehr knappe Spiele. Nils Fischer fand im ersten Satz noch nicht so recht seinen Rhythmus, steigerte sich aber dann und gewann noch den zweiten und dritten relativ klar. „Es war wohl eines seiner besten Spiele dieser Saison“, lobte ihn sein Spielertrainer Frank Helmerich.

Mit derselben Dramaturgie verlief das Mixed, in dem das Geschwisterpaar Irene und Thomas Neumann im ersten Satz gegen Herrmann/Gößwein 20:22 unterlag, sich dann aber zum 21:15 und 21:17 durch biss, „wobei besonders Irene bärenstark spielte“, so Helmerich. Somit war mit 4:3 für den BC das Unentschieden bereits gesichert und Helmerich selber musste zum Schluss ran und die Last der Verantwortung tragen, dieses für den weiteren Saisonverlauf womöglich so vorentscheidende Spiel sogar noch zu gewinnen. „Ich wollte eigentlich erst wegen einer Erkältung gar nicht mitspielen“, gestand der Spielertrainer. Nach Sarwanidis Ausfall biss er aber dann doch die Zähne zusammen. Und eigentlich liebt der „Franky“ ja solche Spitz-auf-Knopf-Situationen, wenn ihm und seinem Spiel die ganze Aufmerksamkeit der Mitspieler und Zuschauer gilt.

Nach ständigen Führungswechseln kämpfte und hechtete er sich mit seiner Kräfte-zehrenden Spielweise durch zu einem 22:20. Im zweiten Satz hatte sein Kontrahent Michael Schneider immer die bessere Antwort parat – 14:21. Und im dritten musste er, körperlich mit seinen Kräften am Ende, all seine Routine und Raffinesse in den Ring werfen. Er erinnerte dabei etwas an den Leitwolf Richard Vyborny vom Tischtennis-Zweitbundesligisten TSV Bad Königshofen an selber Stelle, bestimmte und störte den Rhythmus nach seinem Gutdünken im Rahmen des Erlaubten durch manchen Griff zum Handtuch, „was meinen Gegner, wie er mir später erklärte, teilweise zur Rage brachte.“ Bis 17:17 war alles offen, ein Gesamt-Unentschieden und ein Sieg möglich. „Glücklicherweise konnte ich dann noch eine Schippe drauf legen und gewann mit 21:17.“ Vier Spiele im Entscheidungssatz und alle vier gewonnen: Riesen-Jubel bei den Königshöfern über diesen extrem schwer errungenen, knappen Sieg gegen eine stark aufspielende Veitshöchheimer Mannschaft.

Ergebnisse:

Thomas Neumann/Anton Sarwanidi – Bender/Herrmann 0:21/0:21

Nils Fischer/Frank Helmerich – Schubert/Schneider 21:16/16:21/21:23

Josepha Hart/Irene Neumann – Blank/Gößwein 21:10/21:10

Sarwanidi – Bender 0:21/0:21

Fischer – Schubert 16:21/21:14/21:17

Hart – Blank 21:0/21:0

Helmerich – Schneider 22:20/14:21/21:17

Neumann/Neumann – Herrmann/Gößwein 20:22/21:15/21:17

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